Biographie (objektiv)

Prof. Dr. Klaus P. Hansen, geb. 1942 in Düsseldorf, studierte zunächst Betriebswirtschaft (Universität Tübingen), wechselte nach 2 Semestern aber zur Literaturwissenschaft (Anglistik, Germanistik) an die Universität Bonn. 1972 Promotion über Herman Melville im Bereich Amerikanistik an der Universität Düsseldorf. Von 1971 bis 1982 war er Wiss. Assistent an der Universität Essen, wo er 1981 habilitierte (Die retrospektive Mentalität). 1982 erfolgte der Ruf auf die Professur für Amerikanistik an der Universität Passau.

Seine Studie Die Mentalität des Erwerbs: Erfolgsphilosophien amerikanischer Unternehmer machte ihn 1992 auch außerhalb der Universität bekannt. Angeregt durch den neuen Passauer Studiengang Diplomkulturwirt begann er sich ab 1993 mit der Kulturwissenschaft zu beschäftigen, woraus der UTB Band Kultur und Kulturwissenschaft: Eine Einführung (1995) hervorging. Zusammen mit Fachaufsätzen und Vorträgen zum Kulturbegriff machte ihn dieses Buch (4. Auflage, 2011) zu einem der führenden Kulturtheoretiker Deutschlands.

Ab 2003 wandte er sich dem zu wenig beachteten Forschungsgebiet Kollektivität zu, was 2009 mit der Schrift Kultur, Kollektiv, Nation zu einem ersten Abschluss kam. Im Jahr 2003 gründete er die Forschungsstelle Grundlagen Kulturwissenschaft an der Universität Passau, die durch die gleichzeitig gegründete Hansen-Stiftung finanziert wird. Die Forschungsstelle gibt eine Schriftenreihe heraus, in der 2009 die ersten drei Titel erschienen.

Prof. Hansen wurde 2007 entpflichtet, hält aber weiterhin Veranstaltungen in Passau und an der Universität Jena ab. Er lebt in Salzweg bei Passau (Hauptwohnsitz) und in seiner Heimatstadt Düsseldorf.